

Pressebereicht zum 1. Kunstpreis der Stadt Günzburg, Günzburger Zeitung, 13.05.2011
Zur Interpretation freigegeben
Kunstausstellung ARTIK 2009 vergibt Landkreis-Kunstpreise
Von Helmut Kircher
Über die Teilnehmerzahl von 91 Künstlerinnen und Künstlern freute sich Landrat Hubert Hafner, der wieder die Übergabe von Preisgeld und Urkunden persönlich vornahm. Er zeigte sich stolz über den enormen Vorrat an künstlerischem Potenzial, das der Landkreis freisetze, stolz auch über die Vielzahl der ausgestellten Exponate, die, wie er mit leiser Ironie andeutete, damit „zur Interpretation freigegeben“ seien.
Vielschichtiges Forum
Noch gleichermaßen von Euphorie wie auch zehrendem Organisationsstress gezeichnet, pries Off Art Vorsitzender Dr. Ralf Strassner die bereits achte ARTIK-Auflage als zeitgenössisches, künstlerisch vielschichtiges Forum, das einen breiten Querschnitt der Kunstszene darstelle und weit über die Grenzen der Region hinaus reiche, sich bis nach Heidelberg, Nürnberg, Hamburg, Berlin und Husum erstrecke.
Die 140 Exponate, gezeigt im Foyer, Erdgeschoss und 1. Stock des Kreiskrankenhauses (unbedingt auch die Skulpturen im Freigelände beachten!), bieten in der Tat einen schier unerschöpflichen Einblick in die verschiedensten Misch-, Druck-, Digital- und Zeichentechniken, in Öl-, Acryl-, Grafit- und Aquarellmalereien, in Materialien aus Holz, Wachs, Beton, Teerpappe, Edelstahl, Blech, Muschelkalk, Weichporzellan und viele andere Zufluchtsorte künstlerischer Eloquenz. Hermetische Flächenmalereien liefern sich einen interpretatorischen Zweikampf mit Albträumen des Realismus, ausbalancierte Abstraktionen mit lichtgeschwängerten Bilderbuchlandschaften, lebenszugewandte Sinnlichkeit mit mystisch schwelgenden Farbschleiern, Farbexplosionen mit dräuend drastischer Dunkelheit.
In extremen Größen - von elf mal 15 Zentimeter bis zwei mal 4,40 Meter - präsentieren sich die an der Wand hängenden Werke und bis zum Gewicht von mehreren Tonnen die erdenschweren „Disharmonien“, „Drei Grazien“ oder „Einer für Zwei“ im Freien.
Schwierig natürlich für die Jurymitglieder, aus dieser durch Inspiration und Fantasie geprägten Schaffenskraft sich auf einen preiswürdigen Nenner zu einigen. Dennoch, er wurde gefunden. Vielleicht nicht jedermanns Geschmack nachkommend, aber durchaus akzeptabel, irgendwie sogar salomonisch.
Drei Werke der verschiedensten Stil- und Kunstrichtungen wurden mit verdientem Lorbeer bedacht: Ein mit emotionaler Agilität auf Produktionsformulare des Bayerischen Rundfunks hingestrichelte Akt-Auslese, eine Skulptur, über deren kubischer Schlichtheit, durch vergoldete Bronze - im Kontext als Boot - eine Art visueller „Silberklang“ schwebt, und ein Werk der Fotokunst, das, durch den Kunstgriff leichter, vordergründiger Unschärfe, Tiefenwirkung erzielt und dadurch, in der abgebildeten Straßenbahn, den Betrachter als quasi Mitfahrer erscheinen lässt.
Dauer der Ausstellung: bis 16. Oktober 2009. Geöffnet: täglich 10 bis 20 Uhr.
Pressebericht zur Ausstellung 'ARTIK 2009', Günzburger Zeitung, 22. September 2009
Lesen Sie auch hierzu den Link in der Augsburger Allgemeinen Zeitung:
http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Krumbach/Lokalnachrichten/Artikel,-Zur-Interpretation-freigegeben-_arid,1895344_regid,7_puid,2_pageid,4499.html
Pressebereicht zum SkulpturenPark 2007, Günzburger Zeitung, 27.06.2008

Pressebereicht zur ARTIK 2008, Günzburger Zeitung, 21.04.2008

Pressebereicht zum Skulpturenpark2007, Günzburger Zeitung


